Ausgezeichnete Arbeit
Für die Neugestaltung des Lindenquartiers erhielt die WOBAG 2012 das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – Fit für die Zukunft“.
Mit dem Genossenschaftslied, getextet und komponiert von Detlef Grosenick, begann der Chor der Musik- und Kunstschule Schwedt schwungvoll die Festveranstaltung der WOBAG anlässlich des von der UNO für 2012 ausgerufenen „Internationalen Jahres der Genossenschaften.“ Vorstand Helmut Barsch nahm die Gelegenheit wahr, um auf die Vorzüge der Genossenschaften für ihre Mitglieder und die Gemeinschaft einzugehen. Er dankte allen, die bisher dazu beigetragen haben, dass die WOBAG ihren erfolgreichen Teil zum Stadtumbau in Schwedt leisten konnte. Dazu gehört auch die Entwicklung des Lindenquartiers im Stadtzentrum, das beispielhaft zeigt, wie Generationen miteinander wohnen und leben können, wenn sie das gemeinsam gestalten.
In ihrer Festrede betonte Vorstand Maren Kern vom BBU, dass die Genossenschaften immer modern sind und ging dabei auf die über 150 Jahre ungebrochen erfolgreiche Arbeit ein. In Deutschland sind es vor allem die Wohnungsbaugenossenschaften, die getreu dem UNO-Motto „eine bessere Welt bauen“. Sie machen die Städte lebenswert, sind oft größter Arbeitgeber, schaffen Heimat und Perspektiven.
Rund 12 Prozent der Wohnungen gehören in Berlin-Brandenburg den Genossenschaften, die seit 1991 rund 13 Milliarden Euro investiert haben. Vorstand Maren Kern erklärte, dass die Genossenschaften gerade in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen ein gutes Zeichen setzen, denn sie wirtschaften vorausschauend und nicht profitorientiert. Wenn sie an Schwedt denke, falle ihr zuerst der erfolgreiche Stadtumbau ein, der früh in Angriff genommen wurde und entgegen allen Prognosen die Wende schaffte. Inzwischen steht die Stadt Schwedt als starker Wachstumsfaktor für die Region wieder außerordentlich gut da.
Am Beispiel des Lindenquartiers lobte sie das Bündel von Maßnahmen für den erfolgreichen Stadtumbau. Referatsleiterin Rita Werneke vertrat den Schirmherren des Qualitätssiegels „Gewohnt gut – Fit für die Zukunft“, Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Jörg Vogelsänger. Sie begründete die Verleihung an die WOBAG in Schwedt: Durch die Auszeichnung sollen beispielhafte Projekte der Stadterneuerung und Aufwertung vor allem der Innenstädte in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt werden. „Wie die Stadt von morgen aussieht, zeigt das neue Lindenquartier der WOBAG Schwedt eG“, betonte Frau Werneke. „Rund 16 Millionen Euro investierte die Genossenschaft in die vorbildliche Wohnanlage, die generationengerechtes Wohnen mitten in der Stadt ermöglicht. Dafür wurde das Projekt im September mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet.“
Bei einem Rundgang konnten sich alle Gäste davon ein anschauliches Bild machen. Sie wurden anschließend darum gebeten, ihren Fingerabdruck in Ton zu hinterlassen. Die Aktion „Menschen machen Eindruck - Ich bin dabei“ ist eine Idee der Künstlerin Anke Sondhof, die aus den gebrannten Tontäfelchen Kunstwerke schafft. Die WOBAG möchte mit diesem Projekt ein einzigartiges Symbol der Gemeinschaft erschaffen. Noch steht nicht fest, wie das Kunstwerk aussehen wird, das aus den über 80 Tontafeln entstehen wird.
Bürgermeister Jürgen Pohlzehl betonte in seiner Rede, dass die WOBAG ein verlässlicher Partner für die Stadtentwicklung ist und begrüßte, dass die Wohnraumförderung ab 2013 weitergeführt wird, wie aus dem Ministerium mitgeteilt wurde. „Dafür haben wir weitere Projekte in der Pipeline“, erklärte er.